Beide Reden entstehen aus dem gleichen Verfahren:
einem strukturierten Vorgespräch, dem geübten Hören,
und dem, was die IHK-Ausbildung gibt — Wissen um Trauerprozesse,
die Arbeit an Stimme und Präsenz, ein klarer Aufbau.
Was nicht aus der Ausbildung kommt, ist der Ton.
Den finden wir gemeinsam.
I.
Trauerreden
Eine Trauerrede ist kein Lebenslauf. Sie ist der Versuch, in
wenigen Minuten ein ganzes Leben hörbar zu machen — mit dem,
was hell war, was eigen war, und auch mit dem, was wehtut.
Im Vorgespräch nehme ich mir zwei bis drei Stunden bei Ihnen,
gerne mit mehreren Menschen, die der oder dem Verstorbenen
nahestanden.
Was Sie erzählen, wird Rede.
Was Sie nicht erzählen, bleibt geschützt.
II.
Freie Trauungen
Eine freie Trauung schenkt Ihnen den seltenen Luxus, dass alles
— wirklich alles — von Ihnen handelt. Im Vorgespräch lerne ich
Sie als Paar kennen: wie Sie sich begegnet sind, woran man Sie
erkennt, was Sie einander versprechen wollen. Daraus baue ich
die Zeremonie — Begrüßung, Rede, Rituale, Traufragen, Ringtausch,
Versprechen.
Eine Stunde, die nach Ihnen klingt —
und nach niemandem sonst.
Der Weg zur Rede
01
Erstgespräch
Anruf oder kurze Mail. Wir klären Datum, Ort, Anlass — und ob ich die Richtige bin. Unverbindlich, kostenfrei. In akuten Trauerfällen melde ich mich am selben Tag zurück.
02
Vorgespräch
Zwei bis drei Stunden bei Ihnen, in Ruhe. Strukturiert, nicht steif: Ich höre zu, frage nach, halte fest. Gerne mit mehreren Menschen, die mit am Tisch sitzen wollen.
03
Schreibphase
Etwa zwei Wochen. Sie erhalten den Entwurf, lesen, ergänzen, streichen, geben frei. Ich überarbeite, bis es stimmt.
04
Der Tag
Rund 45 Minuten vor Beginn bin ich vor Ort, treffe die letzten Absprachen mit Bestatter*in oder Trauteam, halte die Rede — und bin danach wieder Gast.
Über mich
Eine Frau, die zuhört.
Foto: M. Albrecht, 2024
Ich heiße Franziska Fanta und ich schreibe Reden für Menschen,
die sich auf einer Schwelle wiederfinden — eine Tür, die sich
schließt, oder eine, die sich öffnet.
Aufgewachsen am Rand des Spreewalds, habe ich früh gelernt:
Bäume erzählen langsam, aber sie erzählen alles. Diese Geduld
— diesen Blick für das, was Zeit braucht — versuche ich in
meine Arbeit zu bringen.
Bei der IHK habe ich die Ausbildung zur Freien Rednerin
abgeschlossen — ein Handwerk in drei Strängen: das
strukturierte Vorgespräch, das Wissen um Trauerprozesse und
ihre Phasen, und die Arbeit an Stimme und Präsenz unter
sprecherzieherischer Anleitung. Was die Ausbildung gibt, ist
ein Verfahren. Was sie offenlässt, ist der Ton — den finde
ich mit jedem Paar und jeder Familie neu.
Was bleibt, ist mein Vertrauen darin: jede Geschichte verdient
eine, die ihr zuhört, bis sie sich erzählen lässt.
IHK
Geprüfte Freie Rednerin
2–3 h
Vorgespräch
DE · EN
Sprachen
Auszüge
Aus dem Archiv.
Aus Achtung vor den Familien und Paaren teile ich nur kurze
Ausschnitte. Namen sind anonymisiert.
„
Sie hat ihren Garten gepflegt, als wäre er ein Brief an die Welt.
Jede Tulpe ein Wort, jede Hecke ein Satz, der sagte: hier wohnt
jemand, der bleibt.
Trauerrede · Für M., 87 Jahre
Waldfriedhof, Herbst
„
Ihr habt euch nicht gesucht. Ihr seid einfach so lange am selben
Ort stehen geblieben, bis das Leben euch nicht mehr trennen wollte.